In den letzten Tagen…

…. haben mich einige Nutzer der Glaubensstimme wirklich überrascht. So sendete mir eine Leserin eine wunderschöne Krippe – in einer Walnuss. Von einem anderen bekam ich ein Buch, das ich schon lange suchte, wieder ein anderer sendete mir eine größere Geldspende, die ich dankenswerterweise auch gleich wieder in Bücher umsetzen werde :-). Wieder ein anderer sendete mir einige Texte, die er abgeschrieben hat und die ich ev. noch zu Weihnachten veröffentlichen werde.

Ich bin immer wieder überrascht darüber und möchte mich auf diesem Wege ganz herzlich bedanken bei Euch allen. Dank sagen möchte ich auch denen von Euch, die auf die Glaubensstimme verlinken – ich werde demnächst einmal eine Liste aller Seiten, die auf mich verweisen, hier einzustellen versuchen.

Danken möchte ich auch denen von Euch, die hin und wieder die Glaubenssitmme offline bestellen. Ich versende sie gerne – und es gibt mir jedes Mal das Gefühl, dass die Sachen wirklich gebraucht werden. Dafür ein herzliches Dankeschön.

Besonders bedanken möchte ich mich bei allen, die für mich und die Glaubensstimme beten. Für mich ist das sehr wichtig, zu wissen, dass Geschwister betend hinter dieser Arbeit stehen.

Anfang 2012 werde ich wieder eine Reihe christlicher Bücher verschenken – ich stelle die Liste dann hier ein. Eine rechtzeitige Information kommt dann auchauf die Homepage.

Außerdem möchte ich Euch allen Mut machen, Euch auch im Forum der Gottes-Kinder anzumelden. Dort kann man gerne über theologische oder persönliche Fragen diskutieren, Kochrezepte oder Musiktipps austauschen, auch über Probleme sprechen. Die Anmeldung ist kostenlos und unverbindlich.

Ein gesegnetes Christfest wünscht Euch allen,

Andreas

2011 – Das Jahr geht dem Ende entgegen…

… und einige neue Artikel kommen noch rein.

Da wären zum Einen die Wüstenwanderungen von Gottfried Daniel Krummacher – hier sind 6 weitere Predigten aufgenommen worden.

Bei den Lutherbriefen geht es langsam weiter – heute ist ein kurzer Brief an Baumgartner aufgenommen worden; für die Zukunft hoffe ich, hier einiges hinzufügen zu können.

Und schließlich gibt es auch Neues aus dem Bereich der Kirchenmusik – ein Lied von Matthäus Greiter zum Psalm 125.

In den nächsten Tagen kommen eine Reihe Texte dazu, die mir zugesendet wurden – so u.a. die Bundesgenossen des Eberlin von Günzburg und einiges mehr. Da ich Heiligabend als Strohwitwer verbringen werden, hoffe ich, noch einiges an Texten aufnehmen zu können.

Euch allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Ein neues Projekt?

Manchmal beginne ich ein neues Projekt, ohne dass ich wirklich weiss, wohin es führen soll. Manchmal habe ich auch jahrelang eine Idee, die ich dann irgendwie nie wirklich angehe – oder ich gehe sie mehrfach an, die Lösung gefällt mir aber nicht.

So geht es mir auch bei meinem neuesten „Kind“. Wer die Glaubensstimme kennt, der weiss, dass sie aus meiner Liebe zu Gott, zu guter Literatur und zur Geschichte entstanden ist. Seit Jahren denke ich darüber nach, eine Geschichte der christlichen Märtyrer zur Verfügung zu stellen – vorzugsweise der evangelischen Märtyrer der Reformationszeit, und das im Zusammenhang mit den Reformatoren. Neben den bekannten Namen möchte ich dabei vor allem auch auf die weniger bekannten Märtyrer eingehen – einige davon habe ich ja schon seit langem in der Glaubensstimme. Material habe ich genug – fast schon zu viel.

Daher habe ich für mich selber ein zweites Wiki als Materialsammlung angelegt. Und weil ich weiss, dass es auch andere Leute in den Untiefen des Internets gibt, die sich dafür interessieren, habe ich es gleich öffentlich gemacht, so dass sich jeder, der möchte, auch anmelden kann.

Ob daraus ein neues Projekt wird, weiss ich noch nicht – derzeit dient es dazu, alles zu sammeln, was mir über den Weg läuft, und erste Strukturen zu schaffen. Wer sich beteiligen möchte, sagt einfach kurz Bescheid.

In diesem Blog werde ich vielleicht auch hin und wieder auf diese Sammlung eingehen – insbesondere, wenn etwas meiner Meinung nach sehr Interessantes vorliegt. Und sobald es etwas gefüllter ist, werde ich auch in der Glaubensstimme darauf verlinken.

Und noch mehr neue Texte im Dezember

So, das Jahr ist noch nicht zu Ende – und nachdem Verena mir einige neue Texte gesendet hat und auch bei mir noch manches in der Schublade liegt, stelle ich hier die vier Texte vor, die ich heute eingestellt habe – ja nach Zeit, Gelegenheit und Fertigwerden kommt noch was dieses Wochenende.

Im November habe ich ja bereits die Schirft „Der deutsche Theologe“ von Martin Luther eingefügt. Nun habe ich auch noch eine Übersetzung durch Johann Arnd erhalten, die ich Euch nicht vorenthalten wollte:

Der deutsche Theologe

Die Familie Krummacher ist Lesern der Glaubensstimme sicher sehr vertraut – diesmal kommen gleich zwei Krummachers neu. Zum Einen geht es bei Gottfried Daniel Krummacher los mit den Wüstenwanderungen, zum Anderen ist als neuer Autor in der Glaubensstimme Carl Emil Krummacher mit einer Carl Emil Krummacher – Der Herr Dein Arzt vertreten.

Und last but not least der Autor, dessen Predigten mit ein Grund für die Entstehung der Glaubensstimme waren: Charles Haddon Spurgeon mit einer Predigt über Das heilige Kind Jesus.

Ich hoffe, dass für Euch alle etwas dabei ist. Wünsche werden immer wieder gerne angenommen

Neue Strukturen im Dezember 2011

Neben den Texten wurde auch an den Strukturen einiges geändert: So sind die Inhaltsverzeichnisse links wieder einfacher gestaltet; die Listund der Autoren nach dem Anfangsbuchstaben war eine Hilfe für die Übergangszeit  Einige Links sind darüber hinaus nach hier verlegt worden, um so das Wiki, das ich für die Glaubensstimme nutze, zu entlasten und einige Leser hierher zu locken.

Über die Änderung bei neuen Beiträgen habe ich ja auf der Hauptseite schon geschrieben – die Sache mit den farbigen Sternen (★) bleibt ein Notbehelf, die Berichte über Neuerungen werde ich in Zukunft hierher holen.

Einen neuen Bereich werde ich hier noch einrichten: In nächster Zukunft werde ich hier auflisten, welche Seiten auf die Glaubensstimme verweisen – unabhängig davon, aus welchen Gründen verwiesen wird. Das werde ich jetzt so nach und nach einrichten.

Auch die Inhaltsverzeichnisse werden stückchenweise nachbearbeitet – die alphabetische Sortierung passt noch nicht ganz. Eventuell werde ich sogar einzelne Bereiche aus der Glaubensstimme auslagern müssen, um zu gewährleisten, dass die Suche weiterhin funktioniert – da überlege ich jedoch noch. Vorsichtshalber habe ich die Adresse http://www.alte-lieder.de schon einmal registriert und auch schon ein paar Lieder rüberkopiert.

Apropos auslagern: Wenn jemand von Euch eine Themenseite hat, für die er einzelne Texte oder ganze Blöcke übernehmen möchte, kann man mich gerne ansprechen. Ich finde es gut, wenn die Texte so oft wie möglich im Internet auftauchen. Lediglich bei einer gewerblichen Nutzung bestehe ich auf einer schriftlichen Vereinbarung.

Neue Texte im Dezember 2011

Einige neue Texte und Autoren gibt es bis heute im Dezember 2011:

 

Elisabeth Cruciger, die Frau von Caspar Cruciger, ist mit einem Kirchenlied vertreten und neu aufgenommen als Autorin:

Herr Christ, Gott’s einig Sohn

Auch Joachim Slüter, der Reformator Rostocks, wurde neu aufgenommen – mit dem wahrscheinlich ältesten evangelischen Katechismus auf Plattdeutsch aus dem Jahr 1525

Rostocker Katechismus

Von einem unbekannten Autor des Mittelalters habe ich das Lied „Crux fidelis“ auf plattdeutsch übernommen.

Crux Fidelis

Bleibt Martin Luther – gleich mit drei neuen Texten:

Über Christi Höllenfahrt

Von der Vorsehung Gottes

Von Gott und dessen Eigenschaften

 

Jahresrückblick 2011 – Teil 1

So, es ist Anfang Dezember, und es ist an der Zeit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken – selbst wenn noch das eine oder andere in der Glaubensstimme geändert wird.

Ganz im Ernst: Seit dem Systemabsturz 2008 habe ich nicht mehr so viel Streß gehabt mit der Struktur. Hintergrund ist, dass das Wiki, das ich verwende, normalerweise für so große Projekte wie die Glaubensstimme nicht gedacht ist. Und leider offenbar auch das Plugin, das die automatischen Verzeichnisse realisierte, nicht. Der Erfolg war, dass immer wieder sämtliche Verzeichnisse fehlten – man konnte nur noch über die Suche finden, was man lesen wollte. Für mich hieß dies, dass rund 700 Verzeichnisse (Autoren, Sortieren nach Bibelstellen, Kirchenjahr, Kirchenliedern, Biographien etc.) wieder auf eine händische Sortierung umgestellt werden mussten. Das Ganze hat fast 6 Monate gedauert und viel Energie gebunden. Daher gibt es dieses Jahr auch nur rund 500 neue Texte – was für ein privates Projekt, das eigentlich von der Arbeit von einer Handvoll Usern lebt, gar nicht so übel ist.

Wie dem auch sei: Durch den Kollaps hat sich einiges in der Struktur geändert, wie Ihr sicher schon gesehen habt. Ein Teil davon ist dieses Blog (oder sagt man: dieser Blog? Keine Ahnung – daher der Titel). Einige Seiten aus der Glaubensstimme werde ich hierher verschieben und dann aus der Glaubensstimme heraus verlinken.

Was hat sich dieses Jahr getan? Nun, von den neuen Texten habe ich oben ja schon geschrieben. Die Briefe Calvins sind mittlerweile komplett aufgenommen, außerdem gibt es eine Menge neuer Autoren – 65 Stück, um genau zu sein:

A Lasco, Johannes – Aberlin, Joachim – Adam von Fulda – Annwyl, Fritz Jacob von – Anselm von Canterbury – Bacon, Francis – Baumann, Christoph – Blaurer (Blarer) von Giersberg, Thomas – Boie, Nicolas (Der Ältere) – Boie, Nikolaus (Der Jüngere) – Botzheim, Johannes von – Braght, Thieleman Janz van – Camerarius, Philipp – Clarenbach, Adolph – Cruciger, Caspar der Ältere – Cruciger, Elisabeth – D’Espagne, Jean – Dachser, Jakob – Dachstein, Wolfgang – Euskerken, Claus van – Francke, Hermann Heinrich – Gräter, Caspar – Greiter, Matthäus – Gruber, Andreas – Guthrie, William – Hailmann, Ludwig – Haller, Berthold – Hollaz, David – Kanne, Johann Arnold – Keller, Claus – Kinner von Scherffenstein, Martin – Knopken, Andreas – Kolb, Franz – Kolross, Johannes – Lachmann, Johann – Löffel, Konrad – Magdeburg, Johann – Maria von Ungarn – Meyer, Gregorius – Modersohn, Ernst – Musculus, Wolfgang – Myconius, Friedrich – Oeler, Ludewig – Philipps, Dirk – Rebhun, Paulus – Rieger, Georg Conrad – Ringwaldt, Bartholomäus – Sanffdorffer, Johannes – Schiner, Matthys – Schneesing, Johannes – Schnepff, Erhard – Sleidanus, Johannes – Slüter, Joachim – Solius, Christoph – Steinmetz, Johann Adam – Waldis, Burkard – Watts, Isaac – Wirtenberg, Jörg von – Witzstat von Wertheim, Hans – Xylotectus, Johann – Zell, Katharina – Ziegenbalg, Bartholomäus – Zutphania, Gerardus de – Zwick, Johannes – Zwollen, Wilhelm von

Neu ist auch der Untertitel der Seite – statt „Vom Glauben der Väter“ heißt die Seite nun „Vom Glauben unserer Vorfahren“. Grund dafür ist, dass mittlerweile auch einige Frauen (Maria von Ungarn, Katharina Zell und Elisabeth Cruciger) unter den Autoren aufgenommen wurden – und einige weitere demnächst aufgenommen werden.

Ansonsten war mein Schwerpunkt für dieses Jahr die Bekenntnisse, die unbekannteren Katechismen, meine geliebten Kirchenlieder und einige Zitate.

Mein Bekenntnis

Ich möchte hier noch mein persönliches Bekenntnis hinterlassen – vielleicht möchte doch noch jemand mal nachdenken.

Es gibt ein Thema, mit dem ich mit seit meinem Abschied von der eNABC beschäftige, nämlich mit der persönlichen Definition meiner Zugehörigkeit zu einem Spektrum innerhalb der Christenheit.

Wie sich ja einige noch erinnern, stand die eNABC für „evangelikale Netzallianz bibeltreuer Christen“. Darüber hinaus war es für die meisten Mitglieder normal, sich als Fundamentalist im Sinne der „five fundamentals“ zu bezeichnen.

Hier nun möchte ich zu erklären versuchen, warum ich mich heute weder als Fundamentalist noch als evangelikal noch als bibeltreu bezeichne.

Fundamentalist

Die Trennung vom Begriff „Fundamentalist“ war wohl die, die mir am einfachsten fiel, da ich mit den five fundamentals nie ganz einverstanden war. Ja, ich gebe zu, sie sind richtig – und dennoch kann man auch mit richtigen Aussagen komplett danebenliegen. Die five fundamentals beschreiben fünf Aspekte des Christentums, die zum Anfang des letzten Jahrhunderts unter Beschuss geraten waren, und ihre Definition war eine Abwehrreaktion gegen bestimmte Strömungen innerhalb der Christenheit. Nur hat diiese Abwehrreaktion sich verselbstständigt, und aus fünf Punkten, um die es in der Auseinandersetzung damals ging, ist eine neue Basis des Glaubens geworden, bei der viele wichtigere Punkte, wie zum Beispiel die Liebe zu Gott und zum Nächsten, ins Hintertreffen gerieten. Five fundamentals sind mir zu wenig für meinen Glauben – und zu viel, wenn ich bedenke, dass ich nur ein Fundament benötige, nämlich Jesus Christus, und ihn allein.

Bibeltreu

Bibeltreu – welch grosser Anspruch! Und doch: Wie schnell gerät man da auf Abwege.

Wenn ich mir aus ein wenig Entfernung den Teil des Leibes Christi ansehe, der sich selbst als „bibeltreu“ bezeichnet, so muss ich mich selbst, aber auch diese Geschwister fragen: Ist es das, was den Glauben ausmacht?

Ich nehme die Bibel ernst, und für mich ist sie ganz und gar Gottes Wort – das ist mein heutiges Verständnis von Bibeltreue. Daran anschließend kommt jedoch sofort ein grosses ABER: Heisst diese Überzeugung das, was ich bei vielen bibeltreuen Christen erlebt habe, dass nämlich die eigene Einsicht in die Wahrheiten der Bibel das einzig wahre und richtige Schriftverständnis ist? Dass jede andere Meinung falsch ist und nur der eigene Stall das richtige Verständnis von der richtigen Bibeltreue hat?

Hinzu kommt, dass mir auch die „Bibeltreue“ nicht ausreicht: Es ist würdig und recht, die Bibel als Gottes Wort zu nehmen und sie ernst zu nehmen. Wenn darüber aber, wie ich es bei vielen bibeltreuen Geschwistern immer wieder erlebt und selbst praktiiziert habe, die Liebe zu den Geschwistern erkaltet, sobald diese sich wagen, in einigen Punkten ein anderes Schriftverständnis zu zeigen, oder gar einigen Aussagen der Bibel zu widersprechen, so muss ich mich fragen, ob und inwieweit diese Bibeltreue zwar dem Buchstaben, aber nicht dem Geist der Liebe entspricht, inwieweit diese Bibeltreue nicht eher Treue zum eigenen Schriftverständnis ist.

Evangelikal

Im Nachdenken über die beiden ersten Gruppen kam ich automatisch dazu, auch die dritte Gruppe anzuschauen. Anders als für die beiden ersten Gruppen gibt es für „evangelikal“ keine eindeutige Definition

Lese ich die Wikipedia-Definition, so muss ich feststellen, dass ich mich niemals hätte evangelikal nennen dürfen. Evangelikal meint eben doch was anderes als evangelisch oder pietistisch, und manche Lehrinhalte, die dort genannt werden, kann ich von meinem Schriftverständnis nicht mittragen.


Bei allen drei Richtungen, die ich hier genannt habe, stört mich über all das hinaus ein gewisser Absolutheitsanspruch. Können sich Evangelikale, Fundamentalisten und Bibeltreue in der Regel als Christen noch gegenseitig akzeptieren und fließende Übergänge zwischen diesen drei Richtungen zulassen (obwohl es im Internet auch da Auseinandersetzungen gibt), so sind sie sich doch einig darin, dass jeder, der nicht so wie sie glaubt, einer Irrlehre anhängt.

Verbunden damit sind Verdammungsurteile gegen die katholischen, orthodoxen, aber auch gegen liberale christliche Geschwister. Alle drei Richtungen haben für mich den Blick auf das Wesentliche verloren, darauf, dass der Herr Jesus für uns Sünder starb, nicht damit wir irgendwelche Glaubensbekenntnisse annehmen und Dogmen durchsetzen, sondern damit wir Sünder durch seine Liebe gerettet werden!

Fazit

Und das ist der Grund, weshalb ich hier darüber schreibe, dass ich mich mit keiner dieser drei Gruppen mehr so identifizieren kann, dass ich mich als evangelikaler, bibeltreuer oder fundamentalistischer Christ bezeichnen würde. Ich habe in allen drei Richtungen liebe Geschwister erlebt, und ich habe in allen drei Richtungen evangelikale, bibeltreue oder fundamentalistische Päpste erlebt, die jede andere Meinung verteufelten und jeden andersglaubenden Bruder als Antichristen ansahen.

Daher nenne ich mich heute nur noch und ausschliesslich Christ, ohne jeden Zusatz. Ich schreibe dies öffentlich, weil der Name Janand im Internet durchaus nicht unbekannt ist und mit den obigen Richtungen immer wieder in Zusammenhang gebracht wird. Damit aber soll es vorbei sein.

Euch allen hier, Christen und Nichtchristen, wünsche ich Gottes Segen.

Dieses Bekenntnis schrieb ich im Jahr 2007 im Forum Christsein.com von Günther Ruks nach einigen heftigen Auseinandersetzungen. Es beschreibt sehr gut, was ich damals vertrat und heute vielleicht mehr noch als damals vertreten möchte: Die Gnade und die Liebe unseres Gottes, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Ich wurde in der letzten Zeit mehrfach gefragt, was ich glaube – hier ist meine Antwort. Schließen möchte ich mein Bekenntnis mit einem Lied von Jan Vering, das ich immer noch sehr liebe:

 

„Gnade für den Starken, der Macht in Händen hält,
und Gnade für den Schwachen, der ihm zum Opfer fällt.
Gnade für den Dummen, der nichts mehr liebt als Geld –
Gnade für die Welt.

Gnade für den Spötter, der über alles lacht,
und für den Resignierten, den nichts mehr lächeln macht.
Gnade für den Sterbenden, den kein Glaube hält –
Gnade für die Welt.

Gnade für den Schwarzen, der sein Ghetto hassen lehrt,
und für den weißen Mann, der ihm den Rücken kehrt.
Gnade für die Kinder, wenn die Bombe fällt –
Gnade für die Welt.

Gnade für den Politiker, der Waffen exportiert,
und für den Staatsmann – hoch oben -, dem sein Gewissen erfriert,
und für uns sogenannte „kleine Leute“, die das kaum interessiert –
Gnade für die Welt.

Gnade für den Jungen, der in Uniform verreckt,
und für den, der dieses Kind in diese Uniform gesteckt,
Gnade dem Ajatholla, der Krieg für heilig hält –
Gnade für die Welt.

Und Gnade für mich selber, der ich das alles weiß –
o Herr, mach meine Hände handeln, und mach das Herz mir heiß,
laß mich die Gnade leben, die mich bei dir erhält –
Gnade leben mitten in der Welt, Gnade in uns’rer Welt.

 

Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über die, so ihn fürchten. So ferne der Morgen ist vom Abend, läßt er unsere Übertretungen von uns sein. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, so ihn fürchten.

 Zusatz 7.11.2011

Ein Leser dieser Seite hat zu Recht moniert, dass ich sehr viel darüber schreibe, was ich nicht mehr vertrete, aber sehr schwammig darin bin, was ich glaube. „Einfach Christ“ ist heutzutage eben keine klare Aussage.

Nun sehe ich keine Notwendigkeit darin, das Rad neu zu erfinden. Von daher hier mein Bekenntnis, dass das der katholischen1) Kirche ist:

 

Ich glaube an Gott,
den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer Himmels und der Erde,

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn,
unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.

 

 

1) sprich der allgemeinen christlichen, nicht nur der römisch-katholischen